30 Juli 2009

Hello from Block Island!

This is f***ing heaven! Ich bin im Paradies. Wirklich. Ich kann's nicht fassen, dass ich hier gelandet bin. Aber wie – oh man. Die Fähre ist nix für mich. Und der Rückweg wird doppelt so lang, na bravo. Das Gute daran ist, wenn man über dem Eimer hängt: Die Crew spendiert einem Cracker und Getränke umsonst. ;-)
Naja, jedenfalls ist das hier der Himmel auf Erden. Fotos, Fotos, Fotos:
Block Island - Day 1

Block Island - Day 2

Block Island - Day 3

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Vielleicht mit meinem Haus!! HA! Ich sag's euch, es ist einfach unfassbar. Habe heute ein paar Postkarten gekauft und das Hauptmotiv ist auf jeder mein Haus!!! Ich wusste nicht, das ich das geilste Haus auf der ganzen Insel gebucht hab. Und es ist keine Sau da! Woohoo. Ich habe ein wunderschönes über 100 Jahre altes Traumhaus für mich! Habe das geilste Zimmer von allen und der 360-Grad-Blick von der Veranda ist einfach nur...hach ja. Jedenfalls könnt ich mich seit 2 Tagen einfach nur jede Sekunde totlachen ob meines Glücks. Block Island ist selbst für Amerikaner ein Paradies. Hier schließt niemand seine Tür ab, ich kann über Privatgrundstücke wandern und werde nicht erschossen. Es gibt genau 6 Taxifahrer auf der Insel und meine heißt Polly. ;-) Ich wohne in the middle of nowhere, habe 20 Minuten Gehweg bis zum ersten Café, dafür wohne ich auf einem Hügel genau zwischen Hafen und Meer. Erwähnte ich bereits, dass ich im Paradies bin?! Halleluja!
Der Strand ist genau vor meiner Haustür, 3 Minuten zu Fuß und so so so schön. Nicht überfüllt, meilenweit sieht man nur Bilder, die man sonst im Reisekatalog findet (dann aber in Echt gar nicht so aussehen). Tja, Block Island ist ein einziger Katalog! Ich will hier nie wieder weg. Sie haben sogar einen Amateur-Starbucks, hehe. Aber das Leben auf so nem Flecken Erde läuft schon anders ab, das merkt man deutlich. Diese Menschen haben keine Ahnung von der großen weiten bösen Welt, aber das ist schon gut so. Sonst wäre es ja nicht das Paradies, nicht wahr?!
Naja. Als ich hier ankam, dacht ich jedenfalls echt, ich wär in nem Film. Und dann fährt mich Polly zu diesem Haus, hahaha, sorry, aber es ist einfach unglaublich. Den Sonnenuntergang am ersten Abend auf dieser Veranda zu beobachten, war mit das Schönste meines Lebens. Die Natur ist halt doch der größte Künstler.
Bin am ersten Tag einfach mal in der Gegend rumgelaufen und nach Old Harbor - das Downtown Block Islands - gewandert. Es gibt genau EINEN Supermarkt auf der Insel. Muha. Hab auf einer Aussichtsplattform Fisch zu Abend gegessen und prompt eröffnet sich vor mir ein Regenbogen auf offenem Meer. Hab ich noch nie gesehen und war absolut sprachlos. Aber passt ja alles zum Paradies. Man läuft hier die ganze Zeit rum und denkt sich: Das gibt's doch gar nicht! Ich seh den anderen Touristen im Gesicht an, dass sie genauso denken. Dieser Strand...oh man...dieser Strand!!! Ich glaub's einfach nicht! Ich glaub das alles einfach nicht.
Am zweiten Tag war ich dann ein bißchen sho.... lebensnotwendige Sachen einkaufen. :-) Das ganze Geschäftsleben auf dieser Insel scheint nur aus Klamottenläden zu bestehen. Und in dem einen Schmuckladen treff ich doch dann tatsächlich eine Einwohnerin, die sich total mit München auskennt und schon 100mal da war, haha. Die Welt ist so klein. Sie hat mich dann gleich vollgelabert, was sie alles so toll findet und ich hab nur genickt und gelächelt. (Ich wollte nicht arrogant sein und sagen, dass sie in allem recht, weil München wirklich die coolste Stadt der Welt ist). Aber sehr nett.
Am Nachmittag hab ich mich dann 2h an den Strand gelegt und bin danach noch an ihm entlanggelaufen, was nochmal 3h in Anspruch genommen hat, weil er so ellenlang ist, unglaublich. Und so LEER und schön und ich glaub das alles einfach nicht. Mei.
Heute schließlich hab ich erstens den leckersten Bagel meines Lebens gegessen (wobei mich nicht wundert, dass die Amis alle so fett sind, außer Bagels und Burgern gibt's hier nicht viele Alternativen, wenn man sich nicht wirklich bewusst anstrengt, was anderes zu finden, in meinem Fall viel Obst und Süßigkeiten ;-)) und DANN hab ich mir für 2 Tage ein Fahrrad gemietet - JA, lacht nur. Ist aber hier sehr sinnvoll, denn es gibt einfach nichts außer Natur und alle paar Kilometer mal 3 Häuser. Jedenfalls war ich damit heute gleich mal am nördlichsten Punkt der Insel, am North Light. Der Weg dorthin ist wunderschön, aber fragt nicht, wie ich da ankam. Oh man, ich verspreche, wenn ich zurück bin und anfange zu arbeiten, fang ich nen Sport an. Ich bin echt der letzte Pudding und meine Lungenfunktion ist im Minusbereich. Anyway. Der Ausflug hat sich gelohnt. Bin dann auf dem Rückweg am Strand angehalten und hab fast 2h einfach nur aufs Meer gestarrt. Es gibt nichts besseres. Nichts. Wenn man ganz mit sich selbst sein kann und die Wellen rauschen und absolut nix lenkt ab. Übrigens merke ich gar nicht, dass ich kein Handy hab und es fehlt mir auch überhaupt nicht. Im Gegenteil, ist sogar sehr angenehm. Aber alles, was ich über diese Insel erzählen wollen würde, kann ich leider nicht in Worte fassen. Deshalb lass ich's auch. Das meiste hier muss man mit den Augen erfassen und mit dem Herzen und ist nicht übertragbar. Ich bin jedenfalls sehr froh, dass ich tatsächlich hier gelandet bin und möchte Block Island um nichts in der Welt missen. Wenn ich daran denke, wie viel ich hin- und herüberlegt hab, wie wo was. Nutzt die Gelegenheit, Leute. Das Leben ist zu kurz, um nicht so viel wie möglich zu sehen, wenn man die Chance hat. Ich weiß, das ist leichter gesagt, als getan, aber man fühlt sich so unglaublich gut, wenn man es mal hingekriegt hat und das ist jeden Versuch wert. Dazu braucht man auch keinen Uniabschluss.
Ich drück euch aus der totalen Abgeschiedenheit.
Love always,