13 Juli 2009

She loves you, yeah yeah yeah!

Good f***ing morning!

Ich sitze hier am Flughafen Heathrow, bin um viertel vor sechs aufgestanden und habe schon eine ewige Reise vom anderen Ende der Stadt hinter mir. Ich bin todmüde, mein Kopf ist total schwer, die Baldrian-Dragees bringen ein biiißchen was, der Kaffee auch, aber mir ist trotzdem schlecht. Aber alles wird gut. Ich kanns nicht erwarten heute abend ins Bett zu kommen. Der 13. Juli wird der längste Tag meines Lebens. 36h lang. Ich habe einen grandiosen Ausblick auf die Startbahn und alle 2 Minuten geht ein Flieger hoch. Heathrow ist echt der Megahammer. Ich hab nur vom Terminal 5 Check-In zum Gate etwa 15 Minuten gebraucht – mit der Transitbahn! Was geht`n?! Aber ein sehr schöner Terminal, München von der Architektur her sehr ähnlich. UUU, grad ist ein Privatjet gestartet, wer da wohl drin saß?! Naja, jedenfalls muss ich again ein Lob für das Flughafenpersonal aussprechen. The British way. Höflich, hilfsbereit, witzig. And the accent *seufz* :-) Das einzige, was ich nicht ganz gecheckt hab, war die Frage einer Passport-Checkerin, die mich gefragt hat, wo Washington nochmal ist...??!!! Ich dachte erst, das wär ein Test oder so, aber offenbar hatte sie tatsächlich ein totales Blackout. WTF. Mich hat's auch gewundert, dass sie mich beim Durchleuchten einfach durchgewunken haben. Sehr seltsam. Ich hoffe, das machen sie mit den Terroristen nicht. Boa, jetzt scheint die Sonne grad hier genau auf mich, es ist sicher 25 Grad. Und wenn ich (hoffentlich) aussteige, dann isses da drüben 30 Grad. Genau vor mir steht mein Flieger und ich hab beim Reifenwechsel, Essen einladen, Auftanken und nun Koffereinladen zugesehen. Ich sitze hier oben und fühl mich wie der Supervisor. Wenn was nicht passt, klopf ich gegen die Scheibe und dann laufen sie zackzack. :-) Der Himmel ist grad so sagenhaft schön. Mei. Aber naja. Ich hab den Mac ja eigentlich ausgepackt, um von gestern zu erzählen. Ich hab bis halb 12 geschlafen, das war dringend nötig. Dann war ich Essen einkaufen und Aymar und ich haben uns vollgestopft und über Putin diskutiert. Muahaha. Anyway.
Wir waren dann in/auf/am/whatever Camden Market. Da hat jetzt ein großer Teil neu restauriert wiedereröffnet. Traumhaft. Ich hab viele Fotos gemacht, vielleicht kriegt man einen Eindruck. Camden war ja mal ein Pferdemarkt/-hof/-stall und überall findet man sehr schöne Statuen von Pferden. Die Ställe im „Untergeschoss“ wurden komplett resstauriert, das sieht richtig toll aus. Hingehen, wenn in London! U.a. waren wir da auch in so nem fetten Trance/House-Laden, sooo geil. Das muss man gesehen haben. Total oft darf man in den Läden keine Fotos machen, weil sie alle Angst haben, dass sie das Design klauen. Unsere Strategie war, das Verbot komplett zu ignorieren und dann immer „Oh sorry“ mit betroffenem Gesicht zu sagen, wenn die Ladenbesitzer rausgerannt kamen. Hehe.
Naja, aber mein Highlight war natürlich Abbey Road. Für die paar wenigen, die sich der Schande hingeben, nicht zu wissen, was Abbey Road ist: Ihr kennt sicher das Beatles-Bild von dem Album-Cover, wo sie alle 4 über den Zebrastreifen gehen. Dieser Zebrastreifen ist in der Abbey Road, inklusive den Aufnahmestudios. Zugegeben. Es ist nicht mehr besonders viel übrig davon und so renoviert, dass es kaum noch Flair hat. Innen schon, aber da kann man leider nur mit Führung rein. Aber dieser Zebrastreifen hat immer noch seine Magie und die vollgekritzelte Hauswand ist ebenso legendär. Natürlich hab ich auch was auf die Mauer geschrieben. Das lustige ist, dass die Autofahrer – voll nett – total geduldig am Zebrastreifen warten, bis die ganzen Touristen drüber gehen und ihre Fotos machen. Ich hab ewig den Verkehr aufgehalten. Aber kein einziger hat gehupt. Die sind das wohl schon gewohnt, dass die ganzen Verrückten da dreißig mal hin und her laufen, muhahahaha. Hach ja. Aber ich stand da vor dem Studioeingang mit Blick auf die Mauer und den Zebrastreifen und bin richtig sentimental geworden. Das ist trotz allem was Besonderes. Und ich find's cool, dass da keinerlei Kommerz draus gemacht wird. Keine Stände, wo man Beatles-Scheiße kaufen kann, nix. Eine total unscheinbare Straße+Haus, die man beim Vorbeigehen gar nicht bemerken würde. So muss es sein. Und der Gedanke, dass ich in 20 Jahren da wieder hinkomme und mein Schriftzug steht immer noch an der Wand...ist das schön oder ist das schön?!
Nun ja. Abends waren wir dann noch in den Docklands, bissi Night-Skyline kucken. Scho schee. Ich freu mich auf die Hochhäuser in Amerika.
Also, ich hör jetzt mal auf. Ich will am heutigen Tage noch meinen Papa grüßen und sagen, dass ich in den strahlendblauen Himmel schaue und fest an den Opa denke. Er wird schon auf mich aufpassen, solang ich in der Luft bin. :*
Das nächste Hallo kommt also aus den USA. Woohooo!
Bis denne, ich werde jetzt versuchen, mich nicht über die 2 fetten Amerikaner neben mir aufzuregen, deren Bauchschwarten über ihren Sitz in meine Tastatur hängen. Wo sind die ganzen Teppichmesser, wenn man mal eins braucht?
So, das Gate ist offen, ich geh dann mal.
Smack!
Fairy

Fotos:
London - Day 6