Hey, ich wurde gestern wieder aufs Äußerste gefordert. Bin zu Beginn des Tages (hehe, das war gegen 12 Uhr mittags) auf den Mont Royal geklettert, das ist ein großer Park mitten in der Stadt auf einem Berg, ähnlich wie in Prag. Ich hatte mir das schon anstrengend vorgestellt, aber steil war in diesem Fall noch gar kein Ausdruck. Oh man, ich bin so ein Pudding. Bis ich da oben war, sind 8 kätzische Leben von mir gegangen. Und das neunte hat oben angekommen ganz schön gehechelt. Aber der Ausblick hat den Aufstieg belohnt. Wunderbar! Siehe Fotos. Siehe hier:
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| Montréal - Day 4 |
Das war jedenfalls auf der Île Sainte-Hélène, wo ich nach dem Park war. Sehr schön. Dort hat 1967 die Expo stattgefunden und ein paar Dinge sind erhalten geblieben, unter anderem ganz viele schöne Ecken mit Blumen. Vor allem die Nebeninsel Île Notre-Dame ist voll mit Blumen. Traumhaft! Da steht auch das Casino (das aussieht wie ein Kreuzfahrtschiff) und der Formel-1-Kurs, benannt nach Jacques' Vater. Beim Namen Villeneuve kamen natürlich viele Erinnerungen auf, hach ja. Anyway. Ich werde den Teufel tun und peinliche Geschichten aus meiner Jugend aufwärmen. Jedenfalls wird die Strecke außer dem Rennen als Strampelkurs für Radfahrer benutzt, das war sehr interessant zu sehen. Überhaupt mal wieder Radler zu sehen.
Direkt an der Brücke zwischen den beiden Inseln steht auch noch dieses riesige runde Stahlding, das sich als Umweltmuseum entpuppt hat. Sieht sehr gut gemacht aus und hätte ich mehr Zeit gehabt, wäre ich ganz sicher hingegangen, ich war nur nicht in Stimmung für Ökosystemlehre an einem 30-Grad-Nachmittag mit blauem Himmel. Dafür hab ich beim Rausgehen nochmal den Biber vorbeilaufen sehen, haha. Ich glaub, ich bin schon lang nicht mehr so viel gelaufen wie gestern. Bin richtig stolz auf mich, auch wenn sich meine Knie nun um 4 Uhr morgens beschweren. War aber gut und die Strecken gestern waren auch sehr hübsch, mit viel Grün und Wasser. Unglaublich, wie sauber der St.-Lorenz-Strom ist.
Vor meinem Fenster rufen sich 2 Frauen übrigens gerade französische Schimpfwörter zu. Ich kann nur aufgrund der Betonung erahnen, was sie bedeuten, aber im online-Wörterbuch hab ich sie nicht gefunden, also geht es wohl um Körperteile. Klingt aber genial. Ansonsten hab ich nicht wirklich viel zu berichten. War ein schöner Abschied aus Montréal, das viel hübscher aussieht, wenn die Sonne scheint. Bin zwischen Park und Inseln noch etwas durch einen noch unbekannten Stadtteil gelaufen und habe auch endlich gefunden, wo all die Einwohner stecken. In der Rue Sherbrooke. Ich kann also glücklich s...chlafen gehen.
Iris sagt ein letztes Mal Gute Nacht aus Quebec.
